In den vergangenen vier Jahren hat der Besucherdruck auf die Top-Attraktionen der Zugspitz Region spürbar zugenommen. Besonders betroffen ist davon das Loisachtal mit Garmisch-Partenkirchen und in Grainau dem Eibsee. Aber auch im Ammertal, dem oberen Isartal und im Bereich des Staffelsees kommt er immer wieder zur Überlastung der Ausflugsziele. Häufig wird an erster Stelle der Tourismus für diese Entwicklung verantwortlich gemacht. Doch bei differenzierter Betrachtung zeigt sich, dass drei sehr unterschiedliche Gruppen von Besuchern an den Standorten zu finden sind: Touristen, also Gäste, die in der Zugspitz Region übernachten, Tagesausflügler und Einheimische. Bei den Tagesausflüglern findet man zudem zwei Untergruppen: Naherholer, die meist aus der Metropolregion München und Umgebung kommen sowie Touristen, die sich in benachbarten Regionen im Urlaub befinden. Die hohe Attraktivität der Zugspitz Region zieht wie ein Magnet alle Gruppen an. Dies führte in den vergangenen Jahren zunehmend zu Überlastungen der Standorte selbst aber auch des Verkehrssystems in der Zugspitz Region.
Es liegt daher nahe, Besucherlenkungssysteme zu entwickeln. Allerdings zeigte sich, dass eine objektive Datengrundlage über die Häufigkeit und die Intensität der Überlastungen bislang fehlt. Mit einer wissenschaftlichen Begleitstudie und darauf aufbauenden Maßnahmenvorschlägen soll diese Lücke nun geschlossen werden. Das Konsortium Alpenforschungsinstitut, Hochschule München und St. Elmo’s Tourism wurden von der Zugspitz Region im Rahmen eines Vergabeverfahrens mit diesen Arbeiten beauftragt. Die Projektarbeiten haben im Mai 2025 begonnen.
(Bildquelle: T. Bausch)
